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"Definition - Der Blutdruck ist zu hoch - was bedeutet das?";

"Ihr Blutdruck ist zu hoch" - Jeder vierte Erwachsene in Deutschland bekommt diese Diagnose vom Arzt gestellt. Mit Bluthochdruck (Hypertonie) steigt das Risiko für ernste Folgekrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer Nierenfunktionsstörung. Doch ab wann gilt der Blutdruck als zu hoch?

Das Blut fließt im Körper durch die Blutgefäße, ein weit verzweigtes Rohrsystem. Es versorgt alle Organe mit Sauerstoff sowie Nährstoffen und transportiert "Abfallprodukte" ab. Zentrum des Rohrsystems ist das Herz. Dieses Organ pumpt Blut in die Arterien, auch Schlagadern genannt. Sie transportieren das Blut vom Herzen zu den Organen. Das von den Organen zurück fließende Blut wird in den Venen transportiert. Der gesamte Blutfluss vom Herzen zu den Organen und wieder zurück wird als Kreislauf bezeichnet.
Die "Pumpkraft" des Herzmuskels und der Durchmesser der Blutgefäße bestimmen den Blutdruck. Im arteriellen Teil des Kreislaufs ist der Druck generell höher als im venösen Teil. Ist der Blutdruck zu hoch, muss das Herz ständig zu viel pumpen. Die Arterien sind einer zu hohen Druckbelastung ausgesetzt, wodurch sich die flexiblen Gefäßwände verhärten. Es entwickelt sich eine Arteriosklerose, die Vorstufe für weitere schwer wiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Auch Nierenfunktionsstörungen können entstehen.

Wie wird der Blutdruck gemessen?

Durch eine einfache Messung mit einer Blutdruck-Manschette lässt sich am Arm der Blutdruck messen. Dabei werden zwei Werte ermittelt. Der höhere Wert gibt den Druck in der Oberarmarterie an, wenn das Herz mit größter Kraft pumpt (Systole). Wenn der Herzmuskel entspannt, wird der untere Wert gemessen (Diastole). Der Blutdruck wird in Millimeter Quecksilbersäule gemessen. Die Messeinheit ist "mm Hg". Im Alltag wird sie jedoch meistens weggelassen, und man spricht beispielsweise von einem Blutdruck von "130 zu 85", geschrieben 130/85.

Ab wann ist der Druck zu hoch?

Der Blutdruck schwankt bei jedem Menschen während eines Tages erheblich. Er steigt bei Anstrengungen, Stress oder Aufregung und sinkt in Ruhepausen. Krankhaft wird es erst, wenn der Blutdruck auf Dauer zu hoch ist. Werden bei der ärztlichen Blutdruckmessung in Ruhe mehrmals Werte über 140/90 gemessen, dann sprechen Ärzte von einem erhöhten Blutdruck oder arterieller Hypertonie.

Unterschiedliche Schweregrade

Je nach Höhe des Messwertes wird die Erkrankung in verschiedene Schweregrade unterteilt. Die Behandlung richtet sich dann maßgeblich nach dem Alter des Patienten, dem Stadium, Risikofaktoren und eventuellen Vorerkrankungen. Entsprechend der ärztlichen Leitlinie zur Hochdruckbehandlung (AWMF-Leitlinie) werden verschiedene Stadien unterteilt:

 

optimal
normal
"noch" normal
leichte Hypertonie (Schweregrad 1)
mittlerschwere Hypertonie (Schweregrad 2)
schwere Hypertonie (Schweregrad 3)

<120/<80
<130/<85
130-139/85-89
140-159/90-99
160-179/100-109
> 180/>110

Vorsicht bei Werten über 180/100

Blutdruck-Werte von mehr als 180/100 müssen immer sehr ernst genommen werden. Eine sehr schwere Hypertonie kann unter Umständen lebensbedrohlich sein, weil die Gefahr besteht, dass die geschädigten Gefäßwände einreißen und zu Blutungen führen können. Doch auch eine milde Hypertonie sollte wegen der möglichen Folgeerkrankungen behandelt werden.

Weitere Informationen zum Thema

 

Quelle: externer Link aid-infodienst (Artikeldatum: 05.02.2004)

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