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Achtung, los - Fertigessen!

Convenience Food auf dem Vormarsch. Immer mehr Verbraucher bereiten sich ein Fertigmenü.

Probiers mal mit Bequemlichkeit das so genannte Convenience Food (engl. bequemes Essen) boomt wie nie: Nach Angaben der GfK Gesellschaft für Konsumforschung verwendet heute jeder dritte Deutsche häufig Fertiggerichte oder -produkte. Zwischen 2002 und 2005 wuchs der Convenience-Markt um mehr als 30 Prozent. Dabei ist Fertignahrung keine neue Erfindung: Vor genau 100 Jahren wurde der Brühwürfel erfunden, gab es bereits Backpulver und Fertigsuppen. Ende der 50er Jahre kamen die vor allem bei Kindern beliebten Dosenravioli auf den Markt, seit den 80er Jahren setzen auch Restaurants und Bäckereien Convenience Food ein.

Heute ist besonders Chill Food oder Cook & Chill Food beliebt: fertige oder halbfertige frische Speisen aus dem Kühlregal, zum Beispiel geputzter, geschnittener Salat in Tüten mit passendem Dressing, Braten, Ragouts oder frische Nudelgerichte. Das Kochen wird damit zum Turboerlebnis: Tüte aufreißen, kurz erhitzen und fertig ist das Menü.

Mit Convenience Food kann man vor allem eines: Zeit sparen. Zeit, die Berufstätige immer seltener haben, denen aber ein selbst aufgewärmtes Fertiggericht zu Hause lieber ist als die hastig heruntergewürgte Currywurst an der Imbissbude. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) lehnt das bequeme Essen nicht rundweg ab: Gelegentlich frisch verpacktes Chill- und Cook&Chill Food oder tiefgekühltes Gemüse zu essen sei immer noch besser als gar nichts Frisches oder sterilisiertes Essen aus der Tüte oder Dose, so die DGE.

Lieber mit Grundnahrungsmitteln kombinieren

Dennoch sollte Convenience Food nur als Ergänzung der Ernährung dienen denn die Produkte enthalten häufig viel Fett und Salz, aber auch Zusatzstoffe wie Konservierungs- und Antioxidationsmittel, Farbstoffe, Emulgatoren, Süßstoff sowie Geschmacksverstärker. Wer immer nur Tüteninhalte aufwärmt, läuft außerdem Gefahr, das Kochen zu verlernen, bzw. es gar nicht erst zu erlernen. Ernährungswissenschaftler beklagen, dass trotz boomender Kochshows im Fernsehen immer weniger Menschen kochen können. Auch würden kaum noch Grundnahrungsmittel verwendet. So hat sich zum Beispiel der Pro-Kopf-Verbrauch von Kartoffeln in den vergangenen 30 Jahren mehr als halbiert. Eine weitere Rolle spielen Umweltaspekte: So fällt unter anderem mehr Müll an.

Wer Fertiggerichte kauft, sollte darauf achten, dass sie überwiegend aus natürlichen Zutaten bestehen. Tipp: Wählen Sie bei Tiefkühlprodukten lieber einfache Komponenten zum Beispiel reines Gemüse statt kompletter Fertigmenüs. Diese können ohne großen Aufwand selbst mit frischen Kräutern gewürzt und mit anderen Lebensmitteln kombiniert werden. Grundsätzlich, rät die DGE, sollte Chill Food möglichst frisch zubereitet werden. Je länger die Aufbewahrung, desto mehr Qualität geht verloren.

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Quelle: externer Link AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 28.04.2008)

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