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Inhalt

Aktuelle Informationen der Lebensmittelüberwachung im Zusammenhang mit Erkrankungen durch Enterohämorrhagische E.coli (EHEC) in Nordrhein-Westfalen

Sprossen, ©Panthermedia/Hans-Joachim S.

Aus Sicht der Bundesbehörden sollten aus Ägypten importierte Bockshornkleesamen sowie deren Sprossen und Keimlinge weiterhin nicht roh verzehrt werden.

Die aktuellen Ermittlungsergebnisse ergeben keine Hinweise, dass andere Samenarten als Bockshornkleesamen mit EHEC-Infektionen in Zusammenhang stehen.

Die Warnung für Gurken, Tomaten, Salat, Sprossen und Keimlinge, mit Ausnahme der aus Ägypten importierten Bockshornkleesamen sowie deren Sprossen und Keimlinge, ist bundesweit aufgehoben.

Weiterhin wird generell zur Einhaltung strenger Hygieneregeln und zur besonderen Vorsicht beim Umgang mit rohen Lebensmitteln geraten.

EHEC-Untersuchungen in Oberflächengewässern

Das LANUV hat in Zusammenarbeit mit dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe (CVUA-OWL) stichprobenhaft Oberflächengewässer auf EHEC (Seortyp O 104:H4) untersucht. Da der Schwerpunkt der EHEC - Erkrankungen in NRW im Raum Ostwestfalen-Lippe liegt, wurden dort gezielt am 27. und 28. Juni 2011 Gewässerabschnitte beprobt, die vergleichsweise stark durch Abwässer aus Kläranlagen beeinflusst sind oder in deren Einzugsgebiet eine höhere Anzahl Erkrankungen vorliegt. Die Untersuchungen auf EHEC wurden im CVUA-OWL durchgeführt. Alle 22 Gewässerproben waren ohne Befund.
Dasselbe gilt für bislang stichprobenhaft untersuchte Bewässerungswässer für Gemüsekulturen und Brauchwässer. Die Ergebnisse bestätigen die fachliche Einschätzung, dass ein Infektionsweg über Oberflächengewässer von untergeordneter Bedeutung ist.

Landeskontrollzentrum Lebens- und Futtermittelsicherheit (LaKoLF)

Untersuchungen von Lebensmitteln, die möglicherweise mit den Bakterien kontaminiert sind, sind Aufgabe der Lebensmittelüberwachung. Das Landeskontrollzentrum Lebens- und Futtermittelsicherheit (LaKoLF), eine Einrichtung im LANUV, hat die Aufgabe, alle relevanten Informationen zu sammeln, auszuwerten und die Aktivitäten zu bündeln und zielgerichtet durchzuführen. Es arbeitet dabei eng mit den Lebensmittelüberwachungsämtern der Kreise und kreisfreien Städte, den Untersuchungsämtern des Landes NRW und dem MKULNV zusammen.

Das LaKoLF koordiniert landesweit die risikoorientierte Probenahme von Lebensmitteln und führt Recherchen durch

  • zu möglichen Ursachen aufgrund von Erkrankungsfällen in NRW
  • zu Lieferbeziehungen belieferter Betriebe
  • über den Verbleib verdächtiger Ware in Betrieben mit Sitz in Nordrhein-Westfalen
  • zu möglichen Gemeinsamkeiten bei Transporten

Weiterführende Informationen

  • Weitere Informationen zu den die Krankheit verursachenden Bakterien Escherichia coli finden Sie u.a. auf der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR): externer Link www.bfr.bund.de

  • Das Bundesministerium für Gesundheit hat zum Thema EHEC unter der Telefonnummer 030 - 346 465 100 ein Bürgertelefon eingerichtet.

 

Quelle: externer Link MKULNV NRW (Artikeldatum: 05.08.2011)

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