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Allergien

Allergien sind auf dem Vormarsch: Immer häufiger sind heutzutage auch Babys und Kleinkinder betroffen. Babys sind dabei besonders gefährdet, da ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Die Allergie ist eine Überreaktion auf bestimmte Substanzen, die der Körper aufnimmt - über die Haut, die Nahrung oder beim Einatmen. Diese Substanzen werden auch Allergene genannt. Auslöser von Allergien können Blütenpollen und Gräser, Hausstaubmilben oder Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Obst oder Gewürze sein.
Typische Erkrankungen bei Kindern sind Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis. Sind die Eltern Allergiker, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch das Kind betroffen ist.Wann besteht ein Allergierisiko für Ihr Kind?Mit den folgenden Fragen können Sie das Allergierisiko für Ihr Kind näher einschätzen:1.Haben oder hatten Sie, Ihr Partner oder gemeinsame Kinder jemals ein juckendes, wiederholt auftretendes Ekzem in den Ellenbeugen oder Kniegelenken oder eine Neurodermitis?2.Haben oder hatten Sie, Ihr Partner oder gemeinsame Kinder jemals einen allergischen Schnupfen (Heuschnupfen, allergische Bindehautentzündung)? 3.Haben oder hatten Sie, Ihr Partner oder gemeinsame Kinder jemals ein allergisches Asthma (anfallsweise Atemnot)?Wenn Sie mindestens eine Frage mir Ja beantworten können liegt eine Allergie-
neigung vor. Da diese Neigung vererbt werden kann, ist das Risiko für Ihr Kind eine Neurodermitis, Heuschnupfen oder Asthma zu bekommen, erhöht. Das bedeutet aber nicht, dass es auch erkranken muss. Auch wenn Sie keine der Fragen auf Sie zutrifft, liegt das Risiko für eine allergische Erkrankung Ihres Kind bei etwa 10 Prozent.Tipps zur Vorbeugung gegen Allergien und NeurodermitisStillen Sie Ihr Kind nach Möglichkeit das erste halbe Jahr voll, da Muttermilch den idealen Allergieschutz liefert. Wechseln Sie nicht allzu häufig die Zutaten, wenn Sie mit der Beikost beginnen. Zu viel Neues kann das Immunsystem des Kindes irritieren.Verzichten Sie auf säurehaltige Säfte wie Orangen- oder Apfelsaft. Diese können ebenfalls Allergien auslösen, vor allem im Windelbereich.Lüften Sie die Wohnung ausreichend und vermeiden Sie eine hohe Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur.Waschen Sie Kuscheltiere, Windeltücher und Bettwäsche regelmäßig bei 60°. Lassen Sie Schimmelpilzbefall in Ihrer Wohnung fachmännisch beseitigen.Vermeiden Sie frühen Kontakt Ihres Kindes mit Haustieren wie Nagern, Katzen, Hunden und Vögeln.Verwenden Sie nach Möglichkeit nur Kleidung und Bettwäsche aus 100% Baumwolle und waschen Sie diese gründlich vor dem ersten Tragen.Verzichten Sie auf das Rauchen oder rauchen Sie zumindest generell nicht in der Wohnung, im Auto oder in Gegenwart der Kinder.Allergietest beim HautarztBesteht Verdacht auf eine Allergie, führt der Hautarzt einen Allergietest durch. Dazu werden verschiedene Substanzen, die allergieverdächtig sind, auf die Haut des Kindes (meist am Unterarm) aufgetragen. Zeigt sich eine Reaktion, kann damit der (oder mehrere) Allergieauslöser festgestellt werden. Da Nahrungsmittelallergien anfangs oft nicht eindeutig zuzuordnen sind, geben Sie Ihrem Kind möglichst wenig Mischkost. Wenn Sie ein Nahrungsmittel in Verdacht haben, sparen Sie es einige Tage aus - die Reaktion des Kindes wird Ihnen sagen, ob Sie das richtige getroffen haben. Häufig sind Eiweiße in Milchprodukten, Fisch oder Fleisch für Allergien verantwortlich. Hier bieten sich Soja-Produkte als Alternative an.
 

Quelle: externer Link AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 19.06.2007)

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