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Bleibgesund Ausgabe 2/2009

Fast alles in Butter

Der Ausdruck gute Butter traf bei einem Prüfdurchgang der Stiftung Warentest auf 20 von 35 Produkten zu. Insgesamt kein schlechtes Ergebnis für das beliebte Streichfett. Allerdings fanden die Tester in einigen Produkten unerwünschte Keime.

So steckten in den mildgesäuerten Buttern von Aldi Nord, Aldi Süd, Greenfields und Plus zu viele sogenannte coliforme Keime. Die sind zwar nicht in jedem Fall gesundheitsschädlich. Trotzdem gehören sie nicht in die Butter und weisen auf mangelnde Hygiene bei der Herstellung oder Verpackung hin. Das test-Qualitätsurteil lautete in diesen Fällen daher mangelhaft.

Solche und solche Keime
Unter den 11 getesteten Bio-Marken war nur eine mit den coliformen Keimen verunreinigt, die Süßrahmbutter der Molkerei Schrozberg (Demeter). Ansonsten wurden noch drei Bio-Butter abgewertet - weil in diesen Fällen zu wenig Keime drin waren: Es fehlte an nützlichen Milchsäurebakterien. Das ist nicht schädlich, sondern ärgerlich, denn Bio werde teuer verkauft, monieren die Warentester.

Günstige Testsieger
Gute mildgesäuerte Butter gibt es schon ab 87 Cent je 250 Gramm-Stück bei Penny, Lidl, Norma, Rewe und Edeka. Die besten Gesamtnoten erhielten die Bergbauern Butter von Berchtesgadener Land (1,44 Euro) und Die Gute von Sachsenmilch (98 Cent). Beide schnitten mit der Note 1,9 ab.

Im Warentest schaffte keine Butter ein sehr gut. Dabei zählen neben Keim- und Schadstofffreiheit auch Geschmack und Aussehen: Butter sollte cremefarben bis mattgelb sein, eine glatte, geschmeidige Textur haben und je nach Sorte zum Beispiel säuerlich-aromatisch oder sahnig schmecken.

Herstellungsarten
Die Sache mit den nützlichen Keimen erklärt sich aus der Butterherstellung:

  • Nur Süßrahmbutter wird aus ungesäuertem Rahm ohne den Einsatz von Milchsäurebakterien hergestellt. Typischer Geschmack: rahmig mit schwachem Kochgeschmack.
  • Sauerrahmbutter schmeckt säuerlich-aromatisch. Dem Rahm werden bei der Herstellung Milchsäurebakterien zugesetzt, die die Säuerung bewirken.
  • Mildgesäuerte Butter schmeckt eher mild-säuerlich bis aromatisch. Erst nach der Reifung wird die Butter mit Milchsäurebakterien versetzt und dadurch gesäuert. Ihre Herstellung kostet am wenigsten, daher ist diese Sorte meist am preisgünstigsten und wird am meisten verkauft.

Jede zweite Butter im Test nennt sich Deutsche Markenbutter. Molkereien, die dieses Siegel verwenden möchten, müssen eine Zulassung beantragen und die Butter monatlich von amtlichen Stellen kontrollieren lassen. Trotzdem fanden die Tester auch unter diesem Siegel mangelhafte Buttersorten. Auf der anderen Seite haben Marken mit ungeschützten Bezeichnungen wie Weide-, Alpen- oder Fässchenbutter gut abgeschnitten.

Gut essen
Tipp: Butter enthält mindestens 80 Prozent Fett und damit 720 Kilokalorien je 100 Gramm. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt höchstens 15 bis 30 Gramm Streichfett pro Tag. Das entspricht etwa zwei Esslöffeln. Da Margarine - außer fettarmen Spezialsorten - ebenso fetthaltig ist, hängt es vom Geschmack und dem Verwendungszweck ab, was man nimmt.

 

Quelle: externer Link AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 28.04.2009)

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