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Cook & Chill - Das Verfahren im Vergleich
Cook & Serve und Cook & Hold
Die Produktion von Speisen in der Gemeinschaftsverpflegung erfolgt klassischer Weise in der sogenannten Warmverpflegung, bei der die Speisen nach der Zubereitung sofort serviert oder bis zum
Verzehr warm gehalten werden. Im Fachjargon wird dieses Verfahren als „Cook & Serve“ oder „Cook & Hold“ bezeichnet, zu deutsch „Kochen und Servieren“
oder „Kochen und (Warm-)halten“.
Cook & Chill
Als Cook & Chill, zu deutsch „Kochen und Kühlen“, bezeichnet man ein Verfahren, bei dem eine unmittelbare Ausgabe der Verpflegung nicht notwendig ist. Dazu werden die
warmen Speisenkomponenten nach dem Garen möglichst schnell auf eine Temperatur unter 3 °C gekühlt (Schnellkühlung). Die gekühlte Speise kann bei ununter- brochener
Kühlung mehrere Tage gelagert werden und wird erst unmittelbar vor der Ausgabe wieder auf Verzehrstemperatur erwärmt.
Cook & Chill wird vorwiegend in der Patientenverpflegung, zunehmend aber auch in der Betriebsgastronomie und bei der Bankettbewirtschaftung eingesetzt.
Pro und Contra Cook & Chill
Cook & Chill hat weitreichende Auswirkungen auf die Herstellung des gastronomischen Angebots. Chancen und Einschränkungen sind in jedem Einzelfall unterschiedlich zu bewerten. In der
Diskussion um Cook & Chill spielt eine Vielzahl von Argumenten eine Rolle.
Frische überzeugt
Insbesondere bei einer Belieferung kann die Cook & Chill-Speise frischer, mit geringeren Nährstoffverlusten, einem besseren sensorischen Eindruck und einer höheren
Lebensmittelsicherheit dem Gast serviert werden als bei herkömmlichen Verfahren. Dies setzt jedoch voraus, dass der Prozessablauf optimal organisiert ist und keine Fehler in den
Prozessstufen auftreten.
Wirtschaftlich durch Entkoppelung
Die Umstellung auf Cook&Chill erfolgt in der Regel, um die Verpflegung wirtschaftlicher zu organisieren. Wesentliche Einsparmöglichkeiten sind die Zentralisierung der Produktion und
die zeitliche Entkoppelung von Produktion und Ausgabe. Die Küche verliert dabei jedoch die Möglichkeit, das Angebot individuell anzupassen.
Quelle:
aid-infodienst (Artikeldatum: 05.10.2007)