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25.03.2009

Da eiern selbst die Hasen ...

Alle Jahre wieder: Von Schokohasen, bunten Eiern und allerlei traditionellen Osterbräuchen.

Schon seit Wochen grinsen sie hasenzähnig aus den Supermarktregalen: Schoko-Mümmelmänner haben die Nikoläuse längst getoppt: Mehr als 100 Millionen Schoko-Hasen wurden im vergangenen Jahr von der Süßwarenindustrie produziert, 57 Prozent der gesamten Saison-Schokolade. Den Osterhasen als Symbolfigur gibt seit mehr als drei Jahrhunderten, viel älter jedoch ist der Brauch des Eier-Schenkens. So überreichten die Chinesen schon vor 5 000 Jahren bemalte Eier als Fruchtbarkeitssymbole. Im christlichen Glauben steht das Ei für die Auferstehung Christi und ursprünglich waren Ostereier rot die Farbe des Blutes Christi.

Heute glänzen sie in allen Farben und das nicht immer zur Freude der Verbraucher. Denn manche chemischen Färbemittel enthalten sogenannte Azofarbstoffe, die bei empfindlichen Menschen allergieähnliche Reaktionen (Pseudo-Allergien) wie Hautrötungen, Nesselsucht, Neurodermitis oder sogar einen Asthmaanfall auslösen können. Als Beispiele nennt der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) die häufig verwendeten Azofarbstoffe Azorubin (E 122), Brilliantschwarz (E 151), Tartrazin (E 102), Chinolingelb (E104) und die natürlichen Farbstoffe Conechillin oder Kurkumin.

Farben? Natürlich!

Weniger farbintensiv, dafür gesundheitlich unproblematisch sind Naturfarben aus der Drogerie oder dem Reformhaus. Sie bestehen meist aus pflanzlichen Stoffen. Man kann Naturfarben aber auch selbst herstellen: Rot werden die Eier durch Rote-Bete-Saft oder rote Zwiebelschalen, blau durch Rotkohlblätter, Heidel- oder Holunderbeeren, grün durch Spinat oder Petersilie, gelb durch Safranfäden, Kurkuma oder Kamille. Die Zutaten werden in Wasser ausgekocht. In dem Sud dann die Eier hart kochen und nach dem Abschrecken noch eine halbe Stunde darin liegen lassen. Intensiver wird die Farbe durch einen Schuss Essig, glänzend wird das Ei, wenn es mit Speck eingerieben wird.

Rohe Eier mit Vorsicht genießen

Doch nicht nur auf die Farbe, auch aufs Ei sollte man achten: Da bei rohen Eiern Salmonellengefahr bestehen kann, raten Verbraucherverbände, zum Auspusten und Spülen lieber einen Strohhalm oder eine Einwegspritze zu benutzen. Vor dem Verzieren sollten die ausgeblasenen Eier außen und innen mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel gründlich gereinigt und danach trockengetupft werden.

Doch nicht nur auf die Farbe, auch aufs Ei sollte man achten: Da bei rohen Eiern Salmonellengefahr bestehen kann, raten Verbraucherverbände, zum Auspusten und Spülen lieber einen Strohhalm oder eine Einwegspritze zu benutzen. Vor dem Verzieren sollten die ausgeblasenen Eier außen und innen mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel gründlich gereinigt und danach trocken getupft werden.

Zu Hause selbst hergestellte Ostereier mit intakter Schale können nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) im Kühlschrank rund zwei Wochen aufbewahrt werden. Bereits gefärbte Ostereier aus dem Handel sind auch ungekühlt bis zu drei Monate haltbar. Wegen des Cholesterins sollten Verbraucher keinen Eiertanz veranstalten: Wer keine Probleme mit dem Cholesterinspiegel hat, kann zu Ostern auch mal mehr Eier verzehren. Mit einer einmaligen hohen Cholesterinzufuhr wird der gesunde Organismus fertig, so die DGE. Wer dagegen eine cholesterin- und fettarme Diät einhalten muss, sollte auf Eidotter lieber ganz verzichten.

In Amerika Chefsache: Ostereier-Rollen

Während hierzulande an Ostern kein Ei dem anderen gleicht, ist der Eier-Hype in anderen Ländern unbekannt: In Italien und Spanien zum Beispiel werden keine Eier bemalt, auch der Osterhase hat dort nichts verloren. Nicht so in den USA: Auch dort wird an Ostern nach Eiern gesucht, seit 1878 ist das Ostereier-Rollen sogar eine präsidiale Angelegenheit auf dem Rasen vor dem Weißen Haus: Gastgeberin ist die jeweilige First Lady. Der Brauch kommt vermutlich aus Schottland und soll an das Wegrollen des Steins vor dem Grab Jesu erinnern.

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Quelle: externer Link AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 30.03.2009)

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