
Als Königin der Beeren bezeichnet, ist die Erdbeere doch wahrhaftig gar keine Beere, sondern gehört botanisch gesehen zu den Sammelnüssen. Das ändert nichts an ihrer Beliebtheit! An Erdbeeren kann man sich gar nicht satt essen.
Wenn mans ganz genau nimmt, ist die Erdbeere nur eine Scheinfrucht, denn die saftigen Beeren sind eigentlich die verdickten Böden der Blüten - ähnlich wie der fleischige Boden einer Artischocke. Auf diesem Boden sitzen die Samen, die hellen Kernchen.
Auch als Scheinfrucht ist die Erdbeere der Inbegriff des Frühsommers und hat sich vielerorts zu einem Stück kulinarischer Kultur gemausert. In England zum Beispiel gehören frische Erdbeeren unverzichtbar zur Teatime in Wimbledon und Henley, genauso wie zu den Gartenpartys im Buckingham Palace, wo man seinen vornehmen Gästen Erdbeeren im Sahnebad reicht. Die Deutsche Schickeria eifert den Briten lustvoll nach und überall dort, wo sich die Reichen und Schönen des Landes tummeln, darf die Königin der Beeren nicht fehlen. Im Mittelalter gab die Erdbeere sogar dem Klerus Anlass zu religiöser Verehrung. Die dreiteiligen Blätter galten als Symbol der Dreifaltigkeit und waren einst Sinnbild für Demut und Bescheidenheit. Und so sollten die Früchte auch genossen werden: ohne großen Aufwand, mit Sahne, mit Zucker oder pur. Denn wie Izaak Walton im 17. Jahrhundert schrieb: Zweifellos hätte Gott eine köstlichere Frucht als die Erdbeere erschaffen können, doch zweifellos tat Gott dies nicht.
Der Vitamin-C-Gehalt von Erdbeeren ist mit 60% höher als der von Orangen und wenn man auf Sahne oder Zucker verzichtet, sind sie nicht nur lecker sondern auch äußerst gesund. Zu 90% aus Wasser bestehend, enthalten sie eine Menge Mineralstoffe und Vitamine und nur sehr wenig Kalorien. Außerdem steckt viel Folsäure und Eisen drin. Die in Erdbeeren enthaltenen Phenolsäuren ergänzen den leckeren Fitnesscocktail: Sie besitzen eine krebsvorbeugende Wirkung. Erdbeeren reifen leider nicht nach und halten im Kühlschrank nur ein bis zwei Tage. Also lieber öfter einkaufen und möglichst gleich vernaschen! Und Achtung: erst waschen und dann entstielen, denn sonst dringt Wasser in die Früchte und verdünnt das herrliche Aroma.
Den einzigartigen Geschmack der Erdbeere können Sie übrigens richtig herauskitzeln. Probieren Sie es einmal aus: Benetzen Sie eine Erdbeere vor dem Verzehr mit etwas Balsamico-Essig. So soll der Eigengeschmack der Frucht besonders gut zur Geltung kommen. Hierzu ein besonders leckeres Rezept: Erdbeer-Rucola-Salat mit Balsamicodressing (Für 1 Person) Raffinierte Vorspeise oder Beilage / Zubereitungszeit: ca. 10 Min. Zutaten: 20 g Rucola, 80 g Erdbeeren, 1 EL Apfelsaft, 1 EL weißer Balsamico, 1 TL Honig, Jodsalz, Pfeffer, 1 EL Olivenöl Zubereitung: Den Rucola verlesen, waschen und trockenschleudern. Die Erdbeeren verlesen, waschen, trockentupfen und die Stielansätze herauszupfen. Die Hälfte der Früchte in feine Scheiben schneiden und mit dem Rucola vermengen. Für das Salatdressing die übrigen Erdbeeren fein pürieren. Mit Apfelsaft, Essig und Honig verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Olivenöl darunter schlagen. Das Dressing unter den Erdbeer-Rucola-Salat heben und das Ganze sofort servieren.
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Quelle:
AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 25.06.2009)

