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Eiskalte Vorratshaltung

Frisch gekocht, eiskalt aufbewahrt und wieder lecker auf den Tisch.

Trocknen, pökeln, räuchern, einlegen, einmachen, eindosen, kühlen und einfrieren. Die Herausforderung, Speisen haltbar zu machen, hat den Erfindungsreichtum des Menschen gefordert. Schaut man auf die Qualität der Inhaltsstoffe, dann ist zum heutigen Zeitpunkt das Einfrieren die schonendste Art, viele Lebensmittel zu konservieren.

Eiskalte Früchtchen

Die Brombeeren sind reif! Da die meisten Beerensorten schnell verderben, müssen frische Früchte möglichst kühl lagern und innerhalb von einem bis zwei Tagen verzehrt werden. Viele Sorten lassen sich aber auch problemlos einfrieren, wenn man sie einzeln auf einem Teller ausbreitet und vorfrostet. Danach einfach in einen Gefrierbeutel umfüllen. Aufgetaut sind Beeren zwar meist nicht mehr so knackig wie frisch gepflückt, aber noch gut geeignet zum Backen, Einkochen oder Pürieren. So kann man seine geerntete Pracht fast ganzjährig genießen. Das gilt auch für den Kräutergarten und das Gemüsebeet. Küchenkräuter können im Sommer frisch geerntet werden. Portionsweise eingefroren kommen Sie damit über den Winter und haben immer einen frischen würzigen Geschmack in Ihren Speisen. Gemüse vor dem Einfrieren am besten blanchieren, das heißt kurz ins kochende Wasser legen und anschließend mit kaltem Wasser abschrecken.

Das geht gar nicht

Das Einfrieren hat jedoch auch seine physikalischen Grenzen. Wenn Wasser gefriert, bilden sich Eiskristalle, die die Zellen von Pflanzen und Tieren zerstören. Daher kann man beispielsweise Blattsalate nicht einfrieren, sie würden matschig werden. Bei Spinat nimmt man das in Kauf, da er eine solche Beschaffenheit ohnehin durchs Erhitzen bekäme. Tomaten und Gurken werden ebenfalls matschig in der Truhe. Auf der Lasagne ist das nicht weiter tragisch, als frischen Tomaten- oder Gurkensalat kann man sie allerdings nicht mehr nutzen. Ebenfalls Vorsicht ist bei Sauermilcherzeugnissen wie Quark, Joghurt und Dickmilch angesagt, die können ausflocken und sind dann nicht mehr so lecker. Solche Lebensmittel sollte man besser frisch genießen. Bitte keine ganzen Eier in die Tiefkühltruhe geben, sondern Eigelb und Eiweiß getrennt, am besten gequirlt.

Ideal zum Einfrieren

Fleisch und auch Gemüse lassen sich prinzipiell gut einfrieren. Das gilt sowohl für noch rohe Kost als auch fertige Gerichte. Auch Brot und Kuchen schmecken aufgetaut und aufgebacken fast wie frisch. Nur beim Verpacken sollte man auf Dichtigkeit des Materials achten. Gefrierbrand entsteht durch schadhafte Verpackung. Sauerstoff gelangt ans Gefriergut und führt zu diesen unschönen Veränderungen. Die Haltbarkeit von Eingefrorenem ist auch davon abhängig, wie viel Salz zugefügt ist. Je mehr, desto schneller sollten Sie die Speisen verbrauchen. Auch wenn Salz zum Pökeln und Haltbarmachen von Lebensmitteln bei Zimmertemperatur sich bewährt, ist dies bei tiefen Temperaturen genau umgedreht. Salz setzt den Taupunkt herab. Im Winter wird Salz auf die Straßen gestreut, damit das Eis schmilzt. Erst ab -7 Grad friert Salzwasser. Gesalzene Lebensmittel brauchen daher tiefe Temperaturen, um zu gefrieren. Speisen also besser erst nach dem Auftauen salzen.

So bleibt es kalt

Nicht zu viele Sachen auf einmal einfrieren, sonst steigt die Temperatur im Gefrierschrank und die bereits tiefgekühlten Lebensmittel könnten antauen. Regelmäßig die Tiefkühltruhe abtauen. Kontrollieren Sie die Eisschicht. Ist sie mehr als fünf Millimeter dick, kann das Gerät nicht mehr ausreichend tief die Temperatur herabkühlen.

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Quelle: externer Link AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 16.09.2011)

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