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Essen für zwei?

Saure Gurken, Heringe, Schlagsahne und Eis. Am besten alles durcheinander und die größte Portion? Kann es sein, dass Sie schwanger sind?

Schuld sind die Hormone. Vor allem zu Beginn der Schwangerschaft können sie der werdenden Mutter zu schaffen machen und ihre Essgelüste beeinflussen. Die Auswirkungen sind nicht bei jeder Schwangeren gleich. Die einen leiden unter Übelkeit, andere sind nur noch müde und wieder andere haben Hunger auf alles, was sich im Kühlschrank oder daneben greifen lässt. Das ist völlig normal. Sie sollten jetzt aber nicht wahllos alles in sich hineinstopfen, sondern bewusst Ihren Speiseplan zusammenstellen.

Für zwei essen macht dick

Dass Schwangere für zwei essen sollen, ist ein Märchen. Besser statt mehr essen. So lautet die Devise, die Sie und Ihr Kind gesund durch die bevorstehenden 9 Monate bringt.11 bis 16 Kilogramm zuzunehmen ist im normalen Rahmen. Der Kalorienbedarf steigt durch das Ungeborene in den ersten drei Monaten um 100 Kalorien am Tag und erhöht sich im Laufe der Zeit bis zu 300 Kalorien. Wer also glaubt, für zwei essen zu müssen, legt sich unnötige Kilos zu, die später umso schwerer wieder wegzubekommen sind.

Was heißt besser essen?

Achten Sie ganz besonders darauf, dass Sie von allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen genug bekommen. Also jeden Tag reichlich frisches Gemüse und Obst, Kartoffeln oder Reis, am besten Vollkorn essen. Fettarme Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Käse brauchen Sie jetzt täglich, aber in Maßen. Wurst, Fisch und Eier sollten Sie nicht täglich auf den Tisch bringen. Wenn Sie jetzt noch Butter, Margarine, Öle, Salz und Zucker sparsam verwenden, dann haben Sie bereits alles getan, was für eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft wichtig ist.

Vitamin- und Mineralstoff-Tipps

  • externer Link Vitamin A: Auf Leber im ersten Drittel der Schwangerschaft besser verzichten. Zu viel Vitamin A kann beim Ungeborenen zu Schäden führen.

  • externer Link Vitamin D ist wichtig für Knochen und Zähne sowohl bei der Schwangeren als auch beim Ungeborenen.

  • externer Link Vitamin B1 reagiert empfindlich auf Wasser, Licht, Sauerstoff. Darum Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte nur kurz garen.

  • externer Link Vitamin B2 ist lichtempfindlich. Lebensmittel wie Milch, Milchprodukte, Eier, Fleisch, Geflügel, Vollkornprodukte daher dunkel lagern.

  • externer Link Vitamin B6: Vor allem Frauen, die vor der Schwangerschaft die Pille genommen haben, sollten dieses Vitamin bevorzugt behandeln und Weizenkeime, Vollkornprodukte, Fleisch, Geflügel, Fisch, Bohnen, Spinat, Grünkohl, Bananen essen.

  • externer Link Folsäure/Folat: Wichtig für die Entwicklung des Babys. Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten schon frühzeitig ausreichend davon zu sich nehmen.

  • externer Link Vitamin B12: Vegetarierinnen müssen auf eine ausreichende Vitamin-B12-Zufuhr achten. Zu wenig von diesem Vitamin kann zu Blutarmut und zu Entwicklungsschäden beim Kind führen.

  • externer Link Vitamin C reagiert besonders empfindlich auf Hitze und Wasser und leidet bei zu langer Lagerung. Gemüse und Obst möglichst frisch verwenden.

  • externer Link Kalzium: Wer keine Milch mag oder verträgt, kann den Kalziumbedarf auch mit Käse, Joghurt, Quark und kalziumreichem Mineralwasser (ab 150 mg/l) decken.

  • externer Link Eisen: Zusammen mit Vitamin C oder Zitronensäure aus Säften und Salat nimmt der Körper pflanzliches Eisen besonders gut auf.

  • externer Link Jod: Jodmangel bei der Mutter kann beim Baby zu schweren Entwicklungsstörungen führen. Vorbeugen kann man mit Seefisch, Eiern, Milch, jodiertem Speisesalz.

Buchtipp

Anne Iburg, Mama-Food, Trias Verlag 2009, 12,95 Euro, ISBN-10: ISBN-10: 3830434855.

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Quelle: externer Link AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 08.03.2011)

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