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Montezumas Rache, Verstopfung oder Reiseübelkeit damit der Urlaub nicht zum Reinfall wird, lohnt sich der kritische Blick auf die Speisen.
Ob im Wohnmobil als Selbstversorger, in fernen Ländern mit fremdländischen Delikatessen konfrontiert oder auf der Suche nach einer geeigneten Raststätte. Das Thema Essen wirft im Urlaub viele Fragen auf: Was sollten Fernreisende beim Essen bedenken? Wie sieht es aus mit Proviant für eine lange Autofahrt? Was hilft gegen Reiseübelkeit?
Schon die alten Griechen wussten: Ingwer hilft gegen Reisekrankheit. Das würzige Knollengewächs hemmt den Brechreiz. Den Ingwer gibt es als Tee, kandiert oder als Riegel. Auch Kaugummikauen kann gegen Übelkeit helfen.
Damit lange Autofahrten nicht zum Fiasko für Magen und Darm werden, ist der richtige Proviant das A und O. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) rät zu kleinen und fettarmen Mahlzeiten zum Beispiel dünn belegte Brote mit Gemüseschnitzen, fettarme Milchprodukte oder Obst. Herzhafte Muffins oder Blätterteigtaschen mit Gemüsefüllung sind ebenfalls geeignet. Für den Brotbelag sollten Sie empfindliche Lebensmittel wie Tee-, Leberwurst, Mett oder Weichkäse lieber meiden. Obst und Gemüse halten sich länger frisch, wenn sie erst kurz vorm Essen klein geschnitten werden. Gummibären oder auch Bonbons als kleines Highlight zwischendurch sind erlaubt zu viel Süßstoff kann jedoch bei Kindern abführend wirken. Wichtig ist ausreichend Flüssigkeit: Erwachsene sollten mindestens 1,5 Liter pro Tag trinken, Kinder einen Liter. Geeignet sind Mineralwasser und Saftschorlen, denn sie löschen den Durst und liefern Mineralien, aber nicht zu viel Energie. Wer keine Zeit zum Proviantpacken hat: Salate, frisches Obst oder belegte Sandwiches gibt es mittlerweile auch in vielen Autoraststätten, die bislang ja eher als Fast-Food-Horte galten. Der ADAC veröffentlicht in der Sommerzeit regelmäßig ein Raststätten-Ranking, bei dem auch das gastronomische Angebot bewertet wird.
Boil it, cook it, peel it or forget it Koch es, brat es, schäl es oder vergiss es! Wer auf (Fern-)Reisen diese alte Regel beherzigt, fährt besser. Wasser, nicht pasteurisierte Milch, Obst, Gemüse oder Fleisch im Rohzustand sind potentielle Keimträger. Obst und Gemüse muss vor dem Verzehr immer gründlich gewaschen dazu immer abgepacktes Trinkwasser verwenden und gegebenenfalls geschält werden. Auf Eiswürfel in Drinks, Speiseeis und offene Getränke sollten Sie besser verzichten. Kein Problem sind Getränke aus original verschlossenen Flaschen, heißer Tee oder Kaffee, Bier oder Wein. Mit Vorsicht zu genießen sind Buffets, die über mehrere Stunden von der Vorspeise bis zum Dessert das ganze Menü anbieten. Speisen, die bei warmen Temperaturen lange auf dem Tisch stehen, sind ein idealer Nährboden für Bakterien. Wenn Sie dem Braten nicht ganz trauen, aber trotzdem vor Hunger vergehen, essen Sie möglichst kleine Mengen die Magensäure hat eine gewisse Schutzwirkung.
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Quelle:
AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 21.07.2009)

