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Folsäure (Folat)

Folsäure wird benötigt, um den normalen Blutzellbestand und die Erneuerung von Körperzellen aufrecht zu erhalten. Die Folsäure-Speicher der Leber reichen für rund 3–4 Wochen. Ein Mangel kann zur Blutarmut führen, die jedoch sehr selten vorkommt. Sie unterscheidet sich von der durch einen Vitamin-B12-Mangel verursachten Blutarmut, obwohl sich die Symptome sehr ähneln. Auch Schleimhautentzündungen, Durchfälle, Wachstumsstörungen und Unfruchtbarkeit können daraus resultieren. In der Schwangerschaft benötigt der Fötus auf Grund seines Zellwachstums eine ausreichende Menge an Folsäure. Ist die Versorgung während der Schwangerschaft nicht ausreichend, kann es Komplikationen wie dem "offenen Rücken" und einer Fehlgeburt kommen. Es wird empfohlen, bereits im Vorfeld und während des ersten Drittels einer Schwangerschaft Folsäurepräparate zu nehmen. Im Handel sind entsprechende Präparate erhältlich.

So gelangt Folsäure in den Körper
Grüne Blattgemüse (Endivien, Spinat, Grünkohl), Fenchel, Spargel, Broccoli, Tomaten, Gurken, Orangen, Weintrauben, Vollkornprodukte, Weizenkeime, Eidotter, bestimmte Käsesorten und Schweineleber enthalten viel Folsäure. Der wasserlösliche Stoff ist hitze- und lichtempfindlich. Daher sollte ein Teil des Gemüses immer roh verzehrt werden. Dementsprechend hoch sind die Verluste bei der Zubereitung. Bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten (Zytostatika, Atimalariamittel, Antiepileptika) und bei Alkoholikern kann die Folsäure im Körper nicht richtig verwertet werden. Vor einer Gabe von Folsäure bei Blutarmut muss immer kontrolliert werden, ob ein Vitamin-B12-Mangel vorliegt.

Mögliche Folgen einer Überdosierung
Bei über die Nahrung zugeführter Folsäure (eigentlich Folat) sind keine Folgen einer Überdosierung bekannt. Sehr hohe Dosen der synthetischen Substanz sollten vermieden werden, da ein evtl. bestehender Vitamin-B12-Mangel dadurch maskiert wird und es zu irreversiblen Spätschaden kommen könnte.

Gut versorgt mit Folsäure?
Die externer Link Uni Hohenheim bietet eine persönliche Ernährungsanalyse sowie einen Ernährungsplan an.

Letzte Änderung: November 2010

 

Quelle: externer Link AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 17.04.2011)

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