
Frischkäse im Test
Fast nur gute und sehr gute Noten vergab die Stiftung Warentest, als sie 25 Frischkäsesorten unter die Lupe nahm. Kleinere Abwertungen resultierten eher aus Geschmacksfragen, denn keines der Produkte wies Keime oder Schadstoffe auf.
No Fett, no Fun?
Der Geschmack hängt vom Fettgehalt ab. Einem Doppelrahmfrischkäse wird bis zu 25 Prozent Milchfett zugesetzt. Dafür schmeckt er dann vollmundig und deutlich sahnig, feinsäuerlich bei lockerer Konsistenz. Ein typischer fettreduzierter Frischkäse schmeckt eher milchsäuerlich-frisch und erinnert an Magerquark. Dafür ist der Milchfettgehalt auf gesunde 0,2 Prozent reduziert. 100 Gramm davon haben nur 66 Kilokalorien gegenüber 262 der Doppelrahmstufe.
Gehaltvoll
Im üblichen 200-Gramm-Becher steckt viel Gesundes aus einem ganzen Liter Milch: Hochwertiges Eiweiß, leicht verdauliches Fett, einige Vitamine und etwas Kalzium. Der Magere hat sogar doppelt so viel Eiweiß und etwas mehr Kalzium als die Doppelrahmsorten. Wegen des Produktionsprozesses ist der Kalziumgehalt in Frischkäse allerdings niedriger als in Milch.
Gesund und günstig
Laut Warentest sind alle getesteten Frischkäse empfehlenswert, so dass man je nach Geschmack, Fettgehalt und Preis entscheiden kann. Einige Produkte ragen besonders heraus (Preisangabe zum Testzeitpunkt pro 100 Gramm):
Magerstufe
Viertelfettstufe
Doppelrahmstufe
Weitere mit Benotungen besser als 2,0 und mit günstigen 100-Gramm-Preisen:
Laktosefrei
Kleine Produktkunde
Frischkäse wird hergestellt, indem zur entrahmten und wärmebehandelten Milch Milchsäurebakterien und etwas Lab zugegeben werden. Die Milch gerinnt Käsemasse (Bruch) und Käsewasser (Molke) trennen sich. Aus dem Bruch wird Frischkäse. Die Fettgehaltsstufen entstehen durch Zugabe von Rahm.
Speisequark wird nach dem gleichen Prinzip hergestellt, allerdings mit einem genau vorgeschriebenen Verhältnis von Trockenmasse und Eiweiß.
Von Frischkäsezubereitungen spricht man, wenn weitere Lebensmittel wie Kräuter, Früchte oder Lachs beigemischt werden.
Körniger Frischkäse oder Hüttenkäse entsteht, indem der Käsebruch geschnitten, erhitzt, gerührt und zum Schluss mit kaltem Wasser gewaschen wird. Auch ihn gibt es in verschiedenen Fettgehaltsstufen.
Quelle:
AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 01.09.2009)

