
Trauben, Kohl, Linsen, Schwein und Fisch wird traditionell nachgesagt, Glücksbringer zu sein. Stimmt’s? Probieren Sie es aus.
Wer in Spanien nicht mit jedem Glockenschlag zu Mitternacht eine Traube gegessen hat, kann sich seines Glückes im kommenden Jahr nicht sicher sein! Jede Traube steht für einen Monat, und nur wer die kleinen Früchtchen pünktlich mit dem letzten Glockenschlag verzehrt hat, hat auch wirklich jeden einzelnen Monat Glück.
Kohl kann man in Dänemark und auch im Süden der USA gar nicht genug in der Silvesternacht essen. Denn nach dem Motto "Je mehr, desto besser" gilt: Jeder Bissen steht für Geld und damit für ein glückliches Händchen in finanziellen Angelegenheiten. In Dänemark genießt man den Kohl eher ungewöhnlich zubereitet: Er wird mit Zucker und Zimt gewürzt.
Die sonst so für ihre Leichtigkeit und Raffinesse bekannte italienische Küche gibt sich ausgerechnet in der Silvesternacht sehr bodenständig. Denn Erbsen, Bohnen und Linsen stehen für Bares, wohl, weil die Form der Hülsenfrüchte etwas an Münzen erinnert. Je mehr man davon isst, desto besser ergeht es einem finanziell im neuen Jahr. Ein Silvester-Klassiker in Italien ist z. B. Schweinswurst mit Linsen.
Das Borstenvieh gilt in vielen Ländern als kulinarisches Glückssymbol. So liebt man es an Silvester gebraten in Spanien, Kuba, Österreich und Ungarn. Hierzulande hat eher das Marzipanschwein Tradition. Angeblich wurde bei mittelalterlichen Wettkämpfen dem Verlierer ein Schwein als Trostpreis zuteil. Somit hatte er ohne besondere Leistung etwas Nützliches gewonnen, eben "Schwein gehabt", wie man auch heute noch sagt.
Kleine, unterschiedlich gefüllte Teigtaschen sind die traditionelle Glücks-Speise für das chinesische Neujahr. Sie symbolisieren den Übergang vom alten zum neuen Jahr. Nach dem chinesischen Kalender wird das neue Jahr später als bei uns, meist im Januar, begangen.
Karpfen wird in Deutschland gerne zum Jahreswechsel zubereitet. Die großen Fische sind reichlich fett und stehen damit für Wohlstand und Sorgenfreiheit. In Dänemark genießt man ebenfalls Fisch, allerdings in ganz anderer Form und nicht unbedingt gesundheitsfördernd: Der traditionelle Stockfisch wird dort mit jeder Menge Aquavit heruntergespült.
Quelle:
AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 03.01.2012)

