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Haben Sie genug Sonnenvitamin?

Die Rede ist vom Vitamin D. Der Körper kann es zwar selbst herstellen, braucht aber UV-Strahlung dazu. Im Winter Mangelware.

Vitamin D sorgt für eine ausreichende Härtung unserer Knochen. Darüber hinaus ist es an vielen weiteren Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt, z. B. im Muskel und im Immunsystem. Im Winter wird es mit der körpereigenen Vitamin-D-Produktion eng. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist jeder zweite Bundesbürger unterversorgt. Die Ernährungswissenschaftler haben nun die empfohlene Menge sogar noch weiter nach oben gesetzt: 20 µg Vitamin D sollten es sein, die wir pro Tag aufnehmen, bzw produzieren.

Für Säuglinge ein "Muss"

Vitamin D ist für den Einbau von Kalzium in die Knochen, und damit für die Knochenstabilität verantwortlich. Bei Kleinkindern kann ein Vitamin-D-Mangel zur Rachitis, einer Störung der Knochenmineralisation und Demineralisation des Skeletts, führen. Deshalb sollten Säuglinge und Kleinkinder bis Ende des ersten Lebensjahres Vitamin-D-Präparate erhalten, da in Milch relativ wenig enthalten ist. Die Vitamin-D-Prophylaxe ist auch im zweiten Lebensjahr in den Wintermonaten ratsam. Kinderärzte verordnen bei den Vorsorgeuntersuchungen in der Regel ein geeignetes Präparat.

Über die Ernährung mit den üblichen Lebensmitteln nehmen Kinder 1 bis 2 µg, Jugendliche und Erwachsene 2 bis 4 µg Vitamin D pro Tag auf. 16 bis 18 µg sollte der Körper in der Haut selbst bilden. In der warmen Jahreszeit halten wir uns häufiger draußen auf und bewegen uns z. T. leicht bekleidet, so dass die Haut ans Licht kommt. Im Winter hingegen sieht es schlechter aus. Wenn wir raus an die frische Luft gehen, dann machen wir das dick eingepackt. Das heißt, wir müssen von unseren sommerlichen Vitamin-D-Vorräten zehren.

Vitamin D auch bei Älteren Mangelware

Der Körper von Menschen ab 65 Jahren vermag nicht mehr so viel Vitamin-D herzustelle wie in jüngeren Jahren. Sind Ältere dann noch bewegungseingeschränkt, chronisch krank oder pflegebedürftig, sollten sie in Erwägung ziehen, Vitamin-D-Präparate zu sich nehmen, um einem Mangel vorzubeugen. Inzwischen haben Studien gezeigt, dass Vitamin D nicht nur die Knochen stärken. Eine gute Vitamin-D-Versorgung mindert wahrscheinlich das Risiko für Funktionseinbußen des gesamten Bewegungsapparates (Kraft, Mobilität und Gleichgewicht) und geht mit einem geringeren Risiko für Knochenbrüche und Stürze einher

Pillen und Co.

Pillen und Co. Vitamin D wird in Präparaten in Mikrogramm (µg) oder in internationalen Einheiten (IE) angegeben. 1 µg entspricht 40 IE bzw. 1 IE entspricht 0,025 µg. Für frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel gibt es derzeit keine verbindliche Höchstmengen. Als Arzneimittel z. B. zur Behandlung von Osteoporose werden Vitamin D-Präparate mit Tagesdosen von über 10 µg (> 400 IE) verwendet. Dabei sind Mittel über 10 bis 25 µg (> 400 bis 1000 IE) apothekenpflichtig und solche über 25 µg (> 1000 IE) sogar verschreibungspflichtig. Denn: Vitamin-D-Präparate können auch zu einer Überversorgung führen und sollten daher nur nach Rücksprache mit einem Arzt genommen werden. Zu viel Vitamin D kann schwere Schäden verursachen wie Calcium-Ablagerungen in der Niere, dem Herz, der Lunge und den Gefäßen.

Über die Nahrung kann man Vitamin D nur durch wenige Lebensmittel aufnehmen, dies gilt insbesondere für Fettfische wie Hering, Lachs und Makrele. In geringeren Mengen kommt Vitamin D in Leber, mit Vitamin D angereicherter Margarine und in Eigelb vor.

Rezepte mit Vitamin D gibt es in der Wunschgerichtedatenbank. z.B.:

Linktipps

 

Quelle: externer Link AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 07.02.2012)

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