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Kantinenessen

"Was haben eine Atomexplosion, ein Hai und Kantinenessen gemeinsam? Das sind drei Dinge, die man sich nicht aus allzu großer Nähe anschauen sollte." Dem Kalauer zum Trotz isst jeder fünfte Deutsche täglich in einem der bundesweit rund 14.000 Betriebsrestaurants. Jedes Jahr werden dort mehr als 1,5 Milliarden Hauptmahlzeiten zubereitet. Auf Platz 1 der Menü-Hitliste liegt laut Umfrage von Deutschlands größtem Catering-Unternehmen Eurest immer noch das Schnitzel, gefolgt von Pasta Variationen und frisch gemachter Pizza.

Doch der Trend geht zu bewussterem und erlebnisorientiertem Essen, meldete die damalige Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH (CMA). Abwechslung, Genuss und Frische seien gefragt, Bio-Produkte stünden hoch im Kurs.

Steht drauf, was drin ist?
Auch wollen immer mehr Deutsche wissen, was drin ist im Kantinenessen. Laut Gesetz muss die Speisekarte die verwendeten Zusatzstoffe – beispielsweise Farb- und Konservierungsstoffe, Antioxidationsmittel, Phosphate, Coffein oder Chinin – ausweisen. Grundsätzlich gilt: Je weniger E-Nummern sich auf der Karte finden, desto weniger Zusatzstoffe werden verwendet.

Lebensmittelallergiker haben es jedoch nach wie vor nicht leicht: Zwar gibt es seit Ende 2005 eine Verordnung, die eine Kennzeichnung Allergie auslösender Stoffe auf verpackten Lebensmitteln vorschreibt. Doch diese Kennzeichnungspflicht gilt nicht für Gastronomie-, Hotel- oder Kantinenessen.

2:1-Prinzip
Wer sich gesund ernähren möchte, sollte sichtbares Fett am Fleisch sowie Panade immer entfernen. Fett ist im Kantinenessen meist mehr als genug enthalten, da es ein Hauptgeschmacksträger ist. Auch sollte man weitgehend auf Soßen und Mayonnaise verzichten.

Kohlenhydrate (Kartoffeln, Nudeln, Reis) und Eiweiß (Fleisch, Fisch, Eier, Quark, Tofu) müssen ins richtige Verhältnis gesetzt werden: Die Mahlzeit sollte immer zu zwei Teilen aus Kohlenhydraten und höchstens zu einem Teil aus Eiweiß bestehen. Wird dieses "2:1-Prinzip" bei allen Mahlzeiten angewendet, ist die Gefahr geringer, dick zu werden.

Auf die "langsamen" Kohlenhydrate kommt es an
Als Beilagen empfehlen sich so genannte "langsame" Kohlenhydrate. Diese sind vor allem in Vollkornbrot, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse enthalten. Hier gelangt der Zucker nur ganz allmählich ins Blut und der Blutzuckerspiegel steigt langsam an, was für eine lang anhaltende Sättigung sorgt.

Sind Gemüse und Salat noch knackig, sind ausreichend Nährstoffe enthalten. Hängen die Blätter allerdings müde herunter, ist das Gemüse verkocht und hat der Salat bereits braune Ränder, sollte der Vitamin- und Nährstoffbedarf besser mit frischem Obst gedeckt werden.

Reis, Nudeln und Kartoffeln als Beilage sind in Ordnung – allerdings möglichst ohne viel Soße.

Wer nach dem Essen etwas Süßes mag, sollte Obst und fettarme Joghurts zu sich nehmen und Eis oder Cremes besser stehen lassen.
Generell gilt: Trinken nicht vergessen! Eineinhalb bis zwei Liter sollten es pro Tag sein - und bei Hitze oder Sport sogar bis zu drei Litern.

Link-Tipps

externer Link jobundfit - Mit Genuß zum Erfolg externer Link aid.de externer Link zusatzstoffe-online.de

Buch-Tipp

"Richtig essen im Job. Warum bin ich nur so schlapp?" (Taschenbuch) von Susanne Wendel, Südwest-Verlag; Auflage: 1 (August 2005) ISBN-10: 3517069280

Letzte Änderung: November 2010

 

Quelle: externer Link AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 17.04.2011)

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