
Die PfundsKur ist eine fettreduzierte Diät. In das von Prof. Volker Pudel entwickelte Konzept wurde ein Bewegungsprogramm integriert. Die PfundsKur erfüllt alle Anforderungen, die an eine Diät gestellt werden müssen, um einen Dauererfolg zu garantieren.
Jegliche Diäten zur schnellstmöglichen Gewichtsabnahme haben eines gemeinsam: Sie lassen zunächst die Pfunde purzeln, aber hinterher wiegt man oftmals sogar noch mehr als vorher. Denn wer nur für kurze Zeit sein Ernährungsverhalten umstellt, hat an der Ursache seines Übergewichtes nichts verändert. Sinnvoll ist es daher, eine Diät auszuwählen, die eine gesunde Lebensmittelauswahl und Essverhalten trainiert. Wir haben elf Diäten unter die Lupe genommen und sagen, womit ein Flop und womit ein dauerhafter Erfolg zu erwarten ist.
Was kommt auf den Teller?
Ausgewogene, energie- und fettreduzierte Mischkost. Viele kombinierbare Rezepte. Bausteinsystem mit ca. 1.200 Kalorien (kann auf 1.400 Kalorien aufgestockt werden).Vorteile
Individuelle Speiseplangestaltung. Abwechslungsreiche, saisonbezogene Rezepte.Nachteile
Gute Planung von Zusammenstellung und Einkauf der Lebensmittel notwendig. Hoher Zeitaufwand.Bewertung
Als Dauerernährung bei über 1.500 Kalorien geeignet. Zu empfehlen für alle, die sich gerne an Rezepte halten. Gute Erfolgsaussichten, wenn diese Ernährungsweise beibehalten wird.Was kommt auf den Teller?
Instant-Konzentrat-Pulver zur Herstellung eines trinkfertigen Mahlzeitenersatzes. Bei ausschließlicher Verwendung Begrenzung auf maximal 1200 Kalorien. Hohe Flüssigkeitsaufnahme mit kalorienfreien Getränken notwendig.Vorteile
Einfach durchzuführen.Nachteile
Keine Kautätigkeit. Kein Lerneffekt hinsichtlich gesunder Ernährung. Einseitig.Bewertung
Von einer länger andauernden Durchführung ist abzuraten. Nur bei starkem Übergewicht unter ärztlicher Kontrolle als Einstieg möglich. Verhaltenstraining muss erfolgen.Was kommt auf den Teller?
Von der gewohnten Nahrungsmenge wird nur noch die Hälfte gegessen.Vorteile
Einfach zu handhaben. Kein Verzicht auf Lieblingsspeisen.Nachteile
Kein Lerneffekt hinsichtlich gesunder Ernährung. Hungergefühle können auftreten.Bewertung
Von der Durchführung ist abzuraten. Gefahr der Fehl- und Mangelernährung bei langfristiger Anwendung.Was kommt auf den Teller?
Bei der Glyx-Diät werden Lebensmittel mit einem niedrigen Glykämischen Index empfohlen. Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index, kurz Glyx genannt, z. B. Süßigkeiten, Weißmehlprodukte) enthalten Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel schneller ansteigen lassen als komplexe Kohlenhydrate (z. B. in Gemüse, Vollkornprodukten). Ein schneller Anstieg ist ungünstig, weil die Bauchspeicheldrüse dann mehr Insulin produzieren muss. Ein niedriger Insulinspiegel wiederum kann das Abnehmen erleichtern.Vorteile
Die empfohlenen Lebensmittel sättigen gut.Nachteile
Nahrungsmittel werden isoliert betrachtet. Aber kaum jemand wird beispielsweise Kartoffeln pur essen.Der Glykämische Index variiert je nach Lebensmittelsorte und klimatischen Bedingungen während der Reife.Bewertung
Studien, in denen Patientengruppen nach günstigem oder ungünstigem glykämischem Index ernährt wurden, zeigten langfristig keine Unterschiede in der Gewichtsabnahme. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält den Index zum Abnehmen nicht für praxisrelevant.Was kommt auf den Teller?
80 Prozent der Nahrung sollen aus Obst und Gemüse bestehen. Eiweiß- und kohlenhydrathaltige Lebensmittel sind getrennt zu verzehren. Neutrale Lebensmittel wie Fette und Gemüse können zu allen Mahlzeiten gegessen werden.Vorteile
Hoher Anteil an Obst und Gemüse, gleichzeitig wenig Fleisch, fette Wurst, Zucker und Süßigkeiten.Nachteile
Die Gesundheitsversprechen sind nicht haltbar. Strikte Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten in Mahlzeiten ist schwierig und nicht notwendig.Bewertung
Langzeiterfolge sind fragwürdig. Feste Essvorschriften für Lebensmittelkombinationen lassen sich nur schwer auf die Dauer einhalten.Was kommt auf den Teller?
Vorwiegend Verzehr von tropischen Früchten.Wenig kohlenhydratreiche Lebensmittel.Sehr kalorienarme Kost. In regelmäßigen Abständen dürfen an so genannten Diättagen Eier, mageres Fleisch, Salat, rohes Gemüse und Obst verzehrt werden.Vorteile
Einfach durchzuführen. Hoher Obstanteil, Reduktion von Zucker, Salz und Fett.Nachteile
Tropische Früchte sind unter Umständen schlecht zu beziehen und teuer. Enzyme aus den Früchten sind für die Verdauung nicht notwendig.An manchen Tagen wird zuviel Eiweiß und zu wenig Kohlenhydrate aufgenommen.Kleine Speisenauswahl.Bewertung
Mangelernährung mit Risiko. Als Dauerernährung nicht geeignet. Kein Lerneffekt hinsichtlich gesunder Ernährung. Einseitig.Von der Durchführung ist abzuraten.Was kommt auf den Teller?
Vorwiegend Verzehr von Gemüse, magerem Fleisch, Fisch, Obst, bis zu sechs Eiern pro Tag. Kein Streich- oder Kochfett. Flüssigkeitszufuhr durch schwarzen Tee oder Kaffee.Vorteile
Einfach durchzuführen.Nachteile
Einseitig. Bei Fettstoffwechselstörungen gefährlich. Kann Cholesterinspiegel riskant erhöhen.Bewertung
Hohe Eiweiß- und Cholesterinzufuhr. Von der Durchführung ist abzuraten.Was kommt auf den Teller?
Vorwiegend Verzehr eines Lebensmittels. Geringfügige Ergänzung durch andere Lebensmittel. Begrenzung auf ca. 1.000 Kalorien.Vorteile
Überwiegend einfach durchzuführen.Nachteile
Fixierung auf Rezeptvorgaben. Eintönig. Kann bei Stoffwechselstörungen und anderen Erkrankungen gefährlich werden. Kein Lerneffekt hinsichtlich gesunder Ernährung.Bewertung
Einseitige Nährstoffzufuhr. Häufig Mangel an einigen Vitaminen und Mineralstoffen. Von der Durchführung ist abzuraten.Was kommt auf den Teller?
Ausgewogene, fettreduzierte Mischkost. Nach Lebensmittelgruppen aufgeteilter Plan. Test ermittelt persönlich festzulegende Essmenge.Vorteile
Verhaltenstherapeutisch orientiertes Programm.Nachteile
Auf zehn Wochen begrenzte Kur.Bewertung
Empfehlenswert, da gezielte Lebensmittelauswahl und das Essverhalten trainiert werden. Langzeiterfolge sind zu erwarten.
Was kommt auf den Teller?
Vorwiegend Verzehr von Getreide. Ergänzung durch Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte. Geringe Fett- und Eiweißaufnahme. Zucker, Alkohol, Salz meiden. Begrenzung auf 750 bis 1.200 Kalorien.Vorteile
Ballaststoffreiche Kost wirkt sättigend. Steigert die Darmtätigkeit. Einfach durchzuführen.Nachteile
Evtl. anfangs stärkere Blähungen.Bewertung
Mangel an Eiweiß, Fett und lebensnotwendigen Nährstoffen kann bei längerer Durchführung zu Fehlernährung führen. Zur Anregung der Darmtätigkeit für eine Woche möglich, als Dauerernährung jedoch nicht geeignet.Was kommt auf den Teller?
Ausgewogene, energiereduzierte Mischkost. Berücksichtigt persönliche Bedürfnisse. Keine festen Diätpläne.Vorteile
Wöchentliche Gruppensitzungen stärken das Durchhaltevermögen. Verhaltensregeln zum bewussten Essen.Nachteile
Für Menschen, die sich in Gruppen wohlfühlen. Große Gruppen mit wechselnder Teilnehmerzahl.Bewertung
Langzeiterfolge sind zu erwarten.Quelle:
AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 17.04.2011)

