
NRW-Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg hat zum Auftakt des Dialogs "Verbraucherschutz und Wirtschaft" mit Vertretern der Verbände aus Fleischwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft, Lebensmittelhandel und - handwerk sowie der Verbraucherzentrale die Themen Neuorganisation der Lebensmittelüberwachung in Nordrhein-Westfalen, die Einführung eines Smileys zur transparenten Bekanntgabe der Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung in den Betrieben, die Kennzeichnung von Lebensmitteln und Fragen der gesunden Ernährung angesprochen.
"In einem intensiven und offenen Gespräch hat die Lebensmittelwirtschaft ihre Vorstellungen zur gemeinsamen Verantwortung für sichere Lebensmittel dargelegt. Ich habe deutlich gemacht, dass die Lebensmittelüberwachung in Nordrhein-Westfalen gut aufgestellt ist. Dennoch haben wir vereinbart, im Interesse der Verbraucher gemeinsam noch besser zu werden", erklärte Uhlenberg nach der Dialog-Veranstaltung.
Die Neuorganisation der Überwachung wird mit flächendeckenden zertifizierten Qualitätsmanagementsystemen in der Überwachung, der risikoorientierten Überwachung und der Zusammenführung der Untersuchungsämter in Nordrhein-Westfalen verbunden. Die Verwaltungsstrukturreform wird die Lebensmittelüberwachung entscheidend verbessern und auch personell verstärken. In der Diskussion zwischen Minister Uhlenberg und der Ernährungswirtschaft wurden die drei Säulen der Lebensmittelsicherheit deutlich herausgestellt:
Die primäre Verantwortung für die Sicherheit der Lebensmittel tragen die Lebensmittelunternehmer. Diese werden durch die Überwachungsbehörden risikoorientiert überprüft. Die Verbraucher sollten durch einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln dieses System optimieren.
Nordrhein-Westfalen plant, auf freiwilliger Basis den so genannten "Smiley" einzuführen. Ein ähnliches System findet in Dänemark hohe Akzeptanz. Nach einer Kontrolle vergeben die Lebensmittelüberwachungsbehörden das Smiley-Symbol an den Betrieb, wenn sie keine Mängel festgestellt haben. Die Lebensmittelwirtschaft begrüßte diese Initiative von Verbraucherschutzminister Uhlenberg.
Für die meisten Verbraucher ist die Lebensmittelkennzeichnung heute nicht mehr nachvollziehbar. Der Minister lud die Lebensmittelwirtschaft und die Verbraucherzentrale ein, Eckpunkte für ein besseres Kennzeichnungssystem zu entwickeln.
Immer mehr Jugendliche sind bereits übergewichtig oder ernähren sich falsch. Dieses Problems wollen sich Ministerium und Wirtschaft sowie Verbraucherverbände gemeinsam annehmen. Das Engagement des Verbraucherschutzministers in diesem Bereich wurde von der Lebensmittelwirtschaft ausdrücklich unterstützt.
Quelle:
MKULNV NRW (Artikeldatum: 13.08.2007)

