
Günstig und gesund das trifft laut Stiftung Warentest auf die meisten der getesteten Rapsöle zu.
Am günstigsten wird raffiniertes Rapsöl angeboten. Dieses wird bei der Herstellung unter anderem erhitzt. Ein sogenanntes natives Rapsöl wird ohne Wärmezufuhr aus geschälter oder ungeschälter Saat gepresst. Die Angabe kalt gepresst kann zusätzlich auf dem Etikett stehen, wenn die Rapssaat besonders sorgfältig ausgewählt und das Öl möglichst schonend gewonnen wurde.
Die Stiftung Warentest nahm 25 Rapsöle unter die Lupe: 9 raffinierte und 16 native.
Geschmackssache
Raffiniertes Rapsöl hat den Vorteil, dass es geschmacksneutral herzustellen ist. Im Warentest wurden neun Produkte mit mangelhaft abgewertet, weil sie wegen ihres Geruchs und Geschmacks eigentlich nicht in den Handel kommen dürfen. Dabei handelte es durchweg um native Bio-Öle, die chemisch aber in Ordnung waren und damit durchaus gesund sind. Schon kleine Verunreinigungen der Ernte können sich aber auf den Geschmack auswirken, ebenso wie eine zu trockene, warme oder feuchte Lagerung der Rapssaat.
Natives Rapsöl passt mit seinem nussig-saatigen Aroma sehr gut zum Salat. Und auch in der Bratpfanne ist es etwas besser geeignet als raffiniertes Öl: Es ist hitzestabiler und spritzt weniger.
Vorteile
Alle Rapsöle bieten gesundheitliche Vorteile, mit denen sie andere Pflanzenöle wie Oliven- und Sonnenblumenöl überbieten:
Trotz aller Vorteile ist auch gesundes Pflanzenöl nichts anderes als Fett, das nur in Maßen genossen werden sollte. Höchstens 30 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr sollte aus Fetten bestehen. Schon mit einem guten Esslöffel Rapsöl (10 Gramm) kann man den Tagesbedarf an Omega-3-Fettsäuren decken.
Quelle:
AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 14.03.2010)

