
Kohl? Das ist doch was für den Winter! Sicher? Lassen Sie sich von Kohl als Sommergemüse überraschen.
Eigentlich gibt es ihn das ganze Jahr, denn der Blumenkohl lässt sich recht gut über mehrere Wochen lagern und wächst auch im Gewächshaus prächtig. Wer aber frischen Blumenkohl vom heimischen Acker sucht, schaut sich am besten von Anfang Juni bis Ende Oktober auf den Wochenmärkten nach ihm um. Dann ist der schneeweiße Kohlkopf auch am preisgünstigsten.
Wie alle Kohlsorten ist auch der Blumenkohl sehr gesund. Er enthält unter anderem reichlich Kalzium, Folsäure, Kalium, Panthothensäure, Provitamin A, Vitamine B1, B2, B3, B6, C und K. Außerdem liefert er Zink und Ballaststoffe. Blumenkohl gilt als das am leichtesten verdauliche Gemüse, was ihm leider den Ruf als Krankenhaus-Kost einbrachte.
Vitamin-Tipp: Kocht man den Blumenkohl im Ganzen, verliert er nur 35 Prozent seiner wertvollen Vitamine. Zerteilt man ihn vor dem Garen in Röschen, gehen rund 70 Prozent seiner Vitamine verloren. Wegen der großen Vitaminverluste lohnt es sich, den Blumenkohl ab und zu roh oder nur kurz blanchiert im Salat zu essen. Ernährungsexperten empfehlen Strunk und saftiggrüne Blätter mit zu essen, denn sie enthalten noch mehr gesunde Stoffe, als die Röschen. Und wer findet, Blumenkohl schmeckt irgendwie langweilig, darf ihn ruhig kräftig würzen. Er verträgt sich besonders gut mit asiatischen Gewürzen, wie Curry, Ingwer und Sojasauce.
Außer dem bekannten weißen Blumenkohl gibt es im Handel - meist aus Frankreich oder Italien - auch bunte Sorten in Grün und Violett. Ganz besonders schön sieht der Romanesco aus. Er hat eine lindgrüne Farbe und seine Röschen türmen sich auf wie kleine muslimische Minarette. Daher kommt auch sein zweiter Name: Minarettkohl.
Der kräftig grüne Brokkoli gilt als edler Bruder des Blumenkohls. Man bekommt ihn zwar das ganze Jahr über in guter Qualität, doch wer lieber Freilandware vom heimischen Acker auf dem Teller hat, der sollte sich zwischen Juni und Oktober nach dem gesunden Kohlkopf umsehen. Leider kann man Brokkoli zuhause nicht allzu lange lagern. Im Kühlschrank hält er sich gerade mal ein bis zwei Tage.
Auch der Brokkoli ist sehr gesund. Neben den Mineralstoffen und Vitaminen, die auch im Blumenkohl stecken, glänzt der Brokkoli zusätzlich mit einer Extraportion Antioxidantien (bremsen die Zellalterung), Eisen (fördert den Sauerstofftransport im Blut) und Indole (wirken nachweislich gegen Krebs). Brokkoli hat den höchsten Vitamin-Gehalt aller Gemüsesorten (!). So enthält er zum Beispiel 5mal mehr Kalzium, 40mal mehr Provitamin A und 4mal mehr Vitamin C als Blumenkohl! Eine kleine Portion Brokkoli (ca. 150 g) deckt schon den Tagesbedarf an Vitamin C.
Er ist besonders in Deutschland sehr beliebt und wächst nicht als Blüten, wie Brokkoli oder Blätter, wie Wirsing, sondern als dicker Stiel. Kohlrabi ist also nichts anderes, als ein kugelrunder, fleischiger Pflanzenstiel - in grün oder violett. Welche Farbe der Kohlrabi hat, spielt weder in Punkto Geschmack, noch in Punkto Nährwert eine große Rolle. Doch eines sollte man beim Einkauf wissen: Die violetten Knollen kommen ausschließlich vom Freiland, die grünen, aus dem Gewächshaus.
Wer heimische Freilandware bevorzugt, schaut sich am besten von Mitte Mai bis Ende Oktober auf den Wochenmärkten nach Kohlrabi um.
Auch der Kohlrabi ist reich an wertvollen Vitaminen, Mineral- und sekundären Pflanzenstoffen. So enthält er reichlich Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Provitamin A, Vitamine B1, B2, B6, Vitamin C und Zink. Auch bei der Kohlrabiknolle reichen 150 Gramm, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C. zu decken. Übrigens sind auch seine Blätter so reich an wertvollen Stoffen, dass man sie mitessen sollte. Erstmal zuhause, hält sich der Kohlrabi im Kühlschrank rund acht Tage frisch.
Romanesco-Salat mit Basilikum, Paprika und Kapern
Blumenkohl mit würziger Tomaten-Pecorino-Füllung
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Quelle:
AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 16.08.2010)

