
Ob weiß, grün oder violett. Jedes Stück ist eine Delikatesse.
Endlich gibt es ihn wieder den heimischen Spargel. Er eignet sich auch hervorragend für die gesunde und leichte Küche.
Von vielen lange herbei gesehnt, hat die Spargelzeit nun endlich auch bei uns begonnen. Der frühe deutsche Spargel wächst zunächst noch unter Folie. Mit zunehmend milderen Temperaturen beginnt die Haupterntezeit, die traditionell bis zum 24. Juni (Johanni) dauert. Danach darf sich die Pflanze ein Jahr lang erholen.
Spargel galt schon in der Antike als etwas Besonderes und ist auch heute noch sehr beliebt. Das liegt sicherlich an seinem delikaten Geschmack. Aber auch seine Inhaltsstoffe machen ihn zu einem wertvollen Gemüse. Er enthält reichlich B-Vitamine, Folsäure und Vitamin E sowie Mineralstoffe wie Kalium und Zink. Der Eiweißbaustein Asparagin entwässert den Körper und wirkt günstig auf die Nieren. Zudem ist Spargel leicht verdaulich und somit auch für empfindliche Mägen gut geeignet. Figurbewussten und Abnehmwilligen ist das Edelgemüse besonders zu empfehlen. Denn eine Portion (500 g) liefert gerade mal 90 Kilokalorien.
Spargel gibt es in drei Farbvarianten: Der klassische Bleichspargel ist hierzulande nach wie vor der Beliebteste. Die besonders mild schmeckenden Stangen wachsen in Erdwällen und werden gestochen, bevor sie mit Sonnenlicht in Berührung kommen. Durch Lichteinwirkung verfärben sich die Köpfe und es entsteht violetter Spargel, der etwas kräftiger als der weiße Spargel schmeckt. Grünspargel wächst hingegen vollständig über der Erde. Im Vergleich zu den weißen und violetten Vettern sind seine Stangen dünner und das Aroma ist leicht nussig.
Das Edelgemüse schmeckt frisch gestochen am besten, denn die Stangen verlieren schnell an Aroma und trocknen aus. Frischen Spargel erkennt man an der glänzenden Schale und den prallen Stangen. Die Spargelenden sollten nicht eingetrocknet und bräunlich aussehen, sondern feucht sein und aromatisch riechen. Die Frische kann man auch hören: Wenn die Stangen aneinander reiben, muss es quietschen. Am besten den Spargel noch am gleichen Tag genießen. Ansonsten hält er sich im Kühlschrank ungeschält in feuchten Tüchern eingewickelt noch zwei bis drei Tage frisch.
Zum Schälen von Bleichspargel hält man die Stange mit den Fingern vorsichtig an der Spitze fest und legt sie über das Handgelenk. Mit einem Kartoffel- oder Spargelschäler rund zwei Zentimeter unterhalb der Spitze zum Stielende hin schälen und den Spargel mit den Fingern drehen. Grüner Spargel muss übrigens nicht geschält werden. Bei allen Varianten die Stangenenden abschneiden und dann ab ins kochende Wasser. Je nach Stangendicke schwankt die Garzeit zwischen zehn und 25 Minuten, bei grünem Spargel reichen zehn bis 15 Minuten. Ein Tipp für Feinschmecker: Geben Sie neben Salz auch etwas Zucker ins Kochwasser, das mildert eventuell vorhandene Bitterstoffe ab.
Wer sich die Spargelsaison verlängern möchte, kann Spargel einfrieren. Die Stangen einfach waschen, schälen und abgepackt in den Gefrierschrank geben. Das Gemüse auf keinen Fall vorher kochen oder blanchieren, denn dadurch schmeckt Spargel später weniger aromatisch und ist weicher. Die Stangen halten sich eingefroren sechs bis acht Monate. Anschließend den Spargel noch gefroren ins Kochwasser geben. So können Sie sich selbst in der kalten Jahreszeit den Spargel auf der Zunge zergehen lassen.
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Quelle:
AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 28.04.2009)

