
Wissenschaftler des Queensland Institute of Medical Research haben in einer Studie mit 2400 Teilnehmern herausgefunden, dass Übergewicht einen eigenständiger Risikofaktor für Krebs der Speiseröhre darstellt.
Demnach haben Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von über 40, ein sechsfach höheres Risiko an Speiseröhrenkrebs zu erkranken als Normalgewichtige ( BMI von 25). Ein hoher Anteil von Fettgewebe kurbelt die Insulinproduktion im Körper an, wodurch eine hormonelle Situation entsteht, die das Krebswachstum begünstigen kann, so die Erklärung der Mediziner. Übergewichtige Menschen leiden zudem häufig unter Sodbrennen und Reflux, so nennt man das Aufsteigen von Magensaft in die Speiseröhre. Ein Reflux kann zu Entzündungen in der Speiseröhre führen, wodurch das Tumorrisiko steigt. Fettleibigkeit in Verbindung mit dem Aufsteigen von Magensaft erhöht den Risikofaktor sogar noch um Mehrfaches.
Speiseröhrenkrebs hat die höchste Zuwachsrate aller Krebsarten. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 4.100 Menschen an dieser Krankheit. Männer sind vier Mal häufiger betroffen als Frauen. Speiseröhrenkrebs wird oft erst in weiter fortgeschrittenem Stadium entdeckt. Je früher er diagnostiziert wird, desto besser die Überlebenschancen. Zu den größten Risikofaktoren gehören neben Übergewicht auch Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum.
Quelle: Queensland Institute of Medical Research
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Quelle:
AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 14.05.2008)

