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Sushi - die tolle Rolle

Gerollt, nicht gerührt auch 007 ist offenbar Fan der tollen Rolle, zumindest wurde Bond-Darsteller Daniel Craig kürzlich in einem Sushi-Restaurant gesichtet.

Was fasziniert uns an dieser wenig frühstücksfreundlichen Kombi aus kaltem Reis, rohem Fisch und Algen? Sie ist leicht, vegetabil, spicy und weltoffen, beschreibt Ernährungswissenschaftlerin und Trendforscherin Hanni Rützler den aktuellen Asien-Foodtrend. Sushi sei Gesundheit in Reinkultur: viel Gemüse, Fisch und Reis in kleinen Portionen, alles in kürzester Zeit zubereitet. Und fettarm noch dazu.

Der Begriff Sushi kommt aus dem Japanischen und bedeutet säuerlich. Bezeichnet wurde damit eine alte Konservierungsmethode: Um Fisch länger haltbar zu machen, wurde er gesalzen und in gekochten Reis eingelegt. Dann entdeckte man, dass die Kombination von beidem durchaus genießbar war. Zur Delikatesse wurde das Sushi jedoch erst im 18. Jahrhundert. Heute dauert es bis zu zehn Jahre, um Sushi-Meister zu werden. Schon das Filettieren des Fisches ist eine Kunst für sich, auch das perfekte Reiskochen will geübt sein.

Das Auge isst mit

Die Sushi-Vielfalt ist groß. Neben Fisch und Reis werden auch andere Meeresfrüchte (zum Beispiel Garnelen), Avocados, Pilze, Gurken oder Eier verwendet. Die Maki ein echter Klassiker werden mit Hilfe einer Bambusmatte gerollt: Getrocknete Algenblätter dienen als Hülle, die mit Reis und Fisch oder Gemüse gefüllt wird. Von der Rolle werden dann kleine Stücke abgeschnitten. Tipp: Um einen sauberen Schnitt zu erhalten, muss das Küchenmesser sehr scharf sein.

Eine wahre Augenweide sind auch die Nigiris: Reis wird in eine kleine, zwei fingerbreite Rolle gedrückt und mit Fisch oder Ei belegt. Den besonderen Kick gibt eine Hauch Wasabi, ein Kreuzblütler wie unser Meerrettich, aber ungleich schärfer im Geschmack. Als Beilage werden meist Sojasoße und Ingwerblätter gereicht.

Sushis im Test

Sushi gibt es nicht nur im Restaurant, sondern mittlerweile auch in zahlreichen Supermärkten. Die Stiftung Warentest hat kürzlich tiefgekühlte und gekühlte Sushi-Boxen von Restaurants und Supermärkten verglichen. Dabei wurde klar: An das japanische Original kommen hiesige Sushi nicht heran, auch weil die Japaner andere Fischsorten nutzen. Die Sushi-to-go aus dem Restaurant waren nach Meinung der Tester optisch und geschmacklich besser, die Tiefkühlkost wies dafür die wenigsten Keime auf.

Sushis lassen sich auch selber machen, die entsprechenden Zutaten gibt es in Asienläden, in vielen Supermärkten oder in Internetshops. Wichtig: Da roher Fisch idealer Nährboden für Keime ist, verwenden Sie nur fangfrischen oder direkt nach dem Fang tiefgefrorenen Fisch. Transportieren Sie ihn gekühlt und bereiten ihn schnell zu. Gegessen wird mit Stäbchen oder mit den Fingern dabei nicht zimperlich sein: ein Biss, ein Sushi.

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Quelle: externer Link AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 24.06.2008)

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