

Die tierische Produktion ist für die landwirtschaftlichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen ein wichtiges Standbein, da aus der Vermarktung der tierischen Erzeugnisse wie Milch, Fleisch und Eier rund 70% des Einkommens erwirtschaftet wird. Auf Grund der hohen Besiedlungsdichte und der natürlichen Standortbedingungen liegen die Betriebe, die Tiere halten, schwerpunktmäßig im Münsterland, am Niederrhein und in den Regionen unserer Mittelgebirge.
Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz setzt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür ein, die Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige Veredlungsproduktion ? Tierfutter wie Gras und Getreide werden vom Tier zu hochwertigeren menschlichen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Milch und Eiern umgewandelt - zu verbessern, so dass die Betriebe ihre Marktanteile für hochwertige tierische Produkte sichern und am regionalen und globalen Markt bestehen können. Eine nachhaltige Sicherung und Weiterentwicklung des Veredlungsstandortes Nordrhein-Westfalen erhält nicht nur Arbeitsplätze und gesunde landwirtschaftliche Betriebe. Sie leistet auch einen Beitrag zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft, die ohne Bewirtschaftung verwildern würde.
Die Kombination von Flächenbewirtschaftung (Anbau von Getreide, Mais, Rüben etc.) und Veredlungsproduktion trägt dazu bei, dass künftig genügend hauptberufliche Landwirte ihre Betriebe weiterbewirtschaften können, und sie so einen großen Beitrag zur Ernährungssicherung erbringen. Zur Veredlungsproduktion zählen alle Formen der Nutztierhaltung, wie Schweine, Rindvieh, Geflügel, Schafe und Ziegen aber auch Pferde, Bienen, Damtiere und sonstige Nutztiere. Bei der Viehzählung 2006 wurden rund 6,1 Millionen Schweine, 1,3 Millionen Rinder davon 360.000 Milchkühe und annähernd 200.000 Schafe ermittelt. Sowohl die Zahl der tierhaltenden Betriebe wie auch teilweise die Anzahl der Tiere sind in den letzten Jahren leicht rückläufig.
Die Haltungsbedingungen werden laufend optimiert und an die Bedürfnisse von Mensch und Tier und die Erfordernisse der Umwelt angepasst. Die verbrauchernahe Produktion qualitativ hochwertiger Nahrungsmittel auf Grundlage überwiegend im Land erzeugten Futtermitteln erfolgt nach klaren, durchschaubaren Regeln. Aus den Grundprodukten werden von der verarbeitenden Industrie hochwertige Lebensmittel und Spezialitäten mit einem regionalen Bezug wie die Eifelmilch oder den westfälischen Knochenschinken hergestellt. Die Transparenz der Herstellungsverfahren soll beim Verbraucher die Akzeptanz für heimische Produkte festigen.
Trotz optimierter Produktionsbedingungen können die landwirtschaftlichen Betriebe nicht soviel tierische Erzeugnisse an den Markt bringen, wie von den Verbrauchern nachgefragt werden. Der Selbstversorgungsgrad in Nordrhein-Westfalen bewegt sich von über 80% beim Schweinefleisch bis zu rund 25 % bei Eiern.
Zum Aufgabenbereich dieses Fachsektors des Ministeriums gehört auch die Überwachung von Pferdesportveranstaltungen, wie Reitturnieren und Pferderennen, inklusive der Pferdewetten. Ebenso werden rund 23.000 Rassegeflügelzüchterinnen und ?züchter sowie rund 13.000 Rassekaninchenzüchterinnen und ?züchter betreut, die dem schönen Hobby der Kleintierzucht verantwortungsvoll nachgehen.Weitere Informationen zum Thema "Tierschutz und Tierhaltung" finden Sie
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Quelle:
MKULNV NRW (Artikeldatum: 19.09.2006)

