
NRW-Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg hat heute im Bundesrat eine Ausweitung des von der Bundesregierung in der letzten Woche vorgestellten Nationalen Aktionsplans zur Prävention von Fehlernährung gefordert. Die zeitliche Begrenzung der Förderung im Rahmen des Aktionsplans bis Mitte 2013 hält Uhlenberg für zu kurz gegriffen: „Ich begrüße den Aktionsplan, an dem die Länder entscheidend mitgewirkt haben, aber um eine langfristige und nachhaltige Veränderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zu erreichen, sind fünf Jahre nicht genug“, so der Minister. „Der Kampf gegen Fehlernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel ist eine Daueraufgabe und lässt sich nicht in wenigen Jahren gewinnen.“ Uhlenberg hat die Bundesregierung daher heute dazu aufgefordert, die Länder und Kommunen über das Jahr 2013 hinaus finanziell zu fördern. Nur so kann der Aufbau von Netzwerken und Beratungsstellen gelingen und dauerhaft Erfolge zeigen. Nordrhein-Westfalen wird im Herbst das „Qualitätsnetzwerk: Ernährung im Ganztag NRW“ gründen, das Ansprechpartner vor allem für Schulen und Schulträger sein soll. Über lokale Vernetzungsstellen, die die Verbraucherzentrale nun mit Mitteln aus dem Nationalen Aktionsplan aufbauen wird, werden Beratungsangebote passgenau vor Ort vermittelt und Angebote zusammengeführt.
Auf Basis eines gemeinsamen Antrages von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg hat der Bundesrat sich heute zudem für die rasche Einführung eines leicht verständlichen und aussagekräftigen farblichen Nährwertkennzeichnungsmodells (Ampel-Modell) ausgesprochen.Quelle:
MKULNV NRW (Artikeldatum: 09.07.2008)

