
Sie ist - nach dem Safran - das teuerste Gewürz und hat schon eine weite Reise hinter sich, bis sie ihr herrliches Aroma in unseren Küchen entfaltet.
Denn die Gewürzvanille stammt ursprünglich aus Mittelamerika und wird heute überwiegend auf Madagaskar, Réunion (früher Île Bourbon) und anderen Inseln des indischen Ozeans angebaut.
Die Pflanzen müssen einzeln von Hand bestäubt werden, damit sie die wertvollen Schoten entwickeln. Und sind die Schoten dann endlich reif für die Ernte, folgt ein wochenlanger Fermentationsprozess, bis sie schwarz glänzen und das begehrte Vanillin enthalten. Kein Wunder also, dass echte Vanilleschoten so teuer sind. Die meisten industriell hergestellten Süßwaren enthalten deshalb auch nicht die echte Vanille, sondern eine künstlich hergestellte Substanz, deren Geschmack an Vanille erinnert. Wer sich den Luxus echter Vanille leisten möchte, sollte beim Kauf darauf achten, dass die Schoten elastisch und lederartig sind. Harte und vertrocknete Ware ist minderwertig.
Vanilleextrakt oder Vanilleessenz ist ein flüssiger Auszug mit meist etwa 35 Prozent Ethanol (Alkohol) und eventuell etwas Zuckersirup. Er schmeckt besonders intensiv und ist sehr lange haltbar.
Vanillepulver entsteht durch Mahlen der Vanille-Samenkörner. Im günstigen Fall kann man es alternativ zu den Schoten einsetzen. Allerdings geht bei der Herstellung oft ein Teil des Aromas verloren, so dass man Vanillepulver lediglich dazu einsetzt, den Speisen die typischen schwarzen Punkte zu verleihen. Gemahlene Vanille entsteht, indem man die ganzen Schoten samt Mark fein zermahlt. Sie ist meist sehr viel aromatischer, als das Vanillepulver.
Industriell hergestellte Speisen mit Vanille sind meist auffallend gelb. Das liegt allerdings nicht an der Vanille, sondern an zugesetzten Farbstoffen oder weil die Speisen besonders viel Hühnerei enthalten.
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Quelle: AOK-Schlemmerpost
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Quelle:
AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 30.11.2009)

