
Überlieferungen zufolge verwendeten die Chinesen schon 3.000 Jahre vor Christus Zimt als Gewürz.
Im Europa des 16. bis 18. Jahrhunderts - also noch gar nicht so lange her - konnten sich nur die Superreichen Zimt leisten. So wird berichtet, dass der Augsburger Kaufmann Anton Fugger im Jahr 1530 den Schuldschein Karls V. vor dessen Augen auf einem Scheiterhaufen aus Zimtstangen verbrannte - allein, um seinen unermesslichen Reichtum zu demonstrieren.
Zimt ist die Rinde des Ceylon-Zimtbaums, die sich röhrenartig zu Stangen aufrollt, sobald man sie vom Holz trennt. Je dünner die Rinde, desto feiner ihr Aroma. Die Zimtstangen lassen sich lange verwenden, denn sie verlieren ihr Aroma nur langsam. Gemahlener Zimt ist preiswerter, muss allerdings schneller verbraucht werden.
Im Frühjahr 2006 verlor der Zimt seinen guten Ruf, denn damals erntete er viele vernichtende Schlagzeilen in der Presse. Der Grund: die Industrie verwendete für ihr Gebäck immer häufiger den billigen Cassia-Zimt aus China. Diese Billigsorte enthält große Mengen des gesundheitsschädlichen Cumarins, das neben Kopfschmerzen auch Leberschäden und Krebs verursachen kann. Forscher fanden in deutschem Gebäck (z.B. in Zimtsternen) Cumarin-Werte, die die zulässigen Höchstwerte um das 37-fache überschritten hatten!
Der Ceylon-Zimt enthält nur geringe Spuren von Cumarin und gilt deshalb als unbedenklich. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, stellt deshalb sein Zimtgebäck und all die anderen Köstlichkeiten mit diesem feinen Gewürz selbst her und verwendet dazu den Ceylon-Zimt.
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Quelle: AOK-Schlemmerpost
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Quelle:
AOK - Die Gesundheitskasse. (Artikeldatum: 30.11.2009)

